Stadt Lahr, Stadtmuseum Tonofenfabrik

Der Museumsreporter berichtet

Ein Junge, Ronan Recht, steht vor einer Glasscheibe auf der das Logo des Stadtmuseums Lahr und die Öffnunsgzeiten zu sehen sind.
Ronan Recht vor dem Eingang des Stadtmuseums
Quelle: Ronan Recht
Das ist Ronan Recht, unser Museumsreporter.
Er besucht die siebte Klasse des Max-Planck-Gymnasiums in Lahr und kennt das Museum schon von Anfang an.

 

Im Sommer 2020 startete er seine Berichterstattung mit zwei Artikeln über die Sommerferienprogramme in der Tonofenfabrik und auf der Römeranlage.
Er wird in loser Folge immer wieder über die Aktivitäten im Stadtmuseum schreiben und seine eigenen Eindrücke über Mitmach-Programme, Ausstellungen und Veranstaltungen mit uns teilen. Alle Berichte unseres Reporters finden sich hier auf der Seite.

Wer Kontakt mit Ronan aufnehmen möchte, kann unser eine Mail schreiben an museum@lahr.de. Wir leiten diese gerne weiter.

Museumsreporter Ronan berichtet...

Es ist in Nahaufnahme ein Glas zu sehen, das mit bunten eckigen Steinen beklebt ist. Es steht auf einem Holzboden.
Mosaik-Teelicht nach dem Vorbild der römischen Millefiori
Quelle: Stadt Lahr

„Die spinnen, die Römer“ einer der berühmtesten Sprüche aus Asterix.
Am 19.08.2020 fanden wir im Ferienprogramm auf der Römeranlage im Bürgerpark nicht dass die Römer spinnen. Wir fanden eher, dass sie sehr schlau waren. Wir lernten viel über Römer und ihre Angewohnheiten. Kathrin Lieb, eine Arächologin, und Lisa Weiswurm, eine Praktikantin, waren die Betreuer des Programms.

Am Anfang lernten wir etwas über das nachgebaute Römerhaus und dem dazugehörigen Garten. Das Haus ist direkt an der B3, einer Straße, die auf dem Fundament der alten Römerstraße liegt, die etwa im ersten Jahrhundert n. Chr. ausgebaut wurde. Daher hatten die Leute gute Chancen, die an dieser Straße ihre Läden aufgebaut haben, ihre Ware zu guten Preisen zu verkaufen.

Nachdem wir das und noch vieles mehr lernten fingen wir an Gläser mit Mosaiksteinen zu bekleben weil die Römer viel mit ihnen zu tun hatten. Jeder ein anderes Muster mit unterschiedlichen Farben. Ein paar waren schon nach 10 Minuten fertig, andere nach drei Stunden. Der Kleber, mit dem wir die Mosaiksteine an das Glas klebten, trocknete nicht so schnell. Also spielten wir in der Zeit Mühle, Fangen, Verstecken oder Schach. Am Ende waren alle Gläser sehr schön.

Ich fand das Ferienprogramm sehr spannend und lustig.

Asterix fände die Römerwerkstatt bestimmt toll.

Ein Junge steht an einem Tisch und fährt mit einer Walze über einer Linol-Druckplatte. Neben ihm steht eine längliche Wanne aus Plastik, in der sich gelbe Farbe befindet. Daneben liegt ein Stoffbeutel, der bereits eimal bedruckt wurde.
Museumsreporter Ronan beim Einfärben seiner selbstgemachten Druckplatte
Quelle: Stadt Lahr

„Geschichte erleben“, so lautet das Motto des Stadtmuseums Lahr, in dem am 20. August 2020 das Ferienprogramm stattfand.

Das Motto sollte wohl eher „wir lernen über Geschichte“ lauten. Wir lernten viel über das Druckverfahren, indem wir der spannenden Führung von Frau Höllmüller, der Kursleiterin, lauschten. Wir lernten beispielsweise wann ungefähr der erste Druck geschah, wie man druckte und über den Beruf des Druckers selbst.

Nachdem wir das und noch vieles mehr lernten, erklärte uns Frau Höllmüller, dass wir jetzt selbst Taschen bedrucken können. Wir stürzten uns voller Eifer in die Arbeit. Zuerst bekamen wir ein Stück Linol, auf das wir mit Bleistift ein beliebiges Muster zeichnen sollten, natürlich spiegelverkehrt, sonst wäre der Druck falsch herum auf der Tasche. Dann bekamen wir ein sehr scharfes Messer, mit dem wir die mit Bleistift gezeichneten Linien ausheben sollten. Danach haben wir das Stück Linoleum mit Farben bestrichen und auf unsere Tasche gedrückt.
Alles, was wir ausgehoben haben, blieb weiß, alles was stehen geblieben ist, war bunt.

Am Ende durfte jeder den Linolschnitt und die Tasche mit nach Hause nehmen.

So, eigentlich passt, „Wir machen UND lernen über Geschichte“ für das Motto des Tages besser. Geschichte gibt also nicht nur als Schulfach, denn sie lebt auch im Stadtmuseum Lahr.