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Das Streifenhaus ist ein Teil der Römeranlage im Bürgerpark
Es ist der originalgroße Nachbau eines Reihenhauses, wie es in der Römerzeit in Lahr im Stadtteil Dinglingen gestanden haben könnte.
In der Römerzeit gab es in Lahr-Dinglingen eine ländliche Siedlung, einen sogenannten vicus. Der „vicus Lahr-Dinglingen“ bestand von ungefähr 100 - 230 n. Chr. und lag in der Provinz Germania superior des Römischen Reiches.
Der römerzeitliche Name der Siedlung in Lahr ist nicht bekannt. Die ersten Siedlerinnen und Siedler stammten wahrscheinlich aus den gallischen Provinzen und Helvetien.
Wo sind die Streifen?
Der Begriff „Streifenhaus“ bezeichnet einen römerzeitlichen Haustyp, der zur Straße hin schmal ist und nach hinten sehr lang gebaut ist – der Grundriss und das Grundstück auf dem das Haus steht, ist also „streifenförmig“. Die Streifenhäuser wurden vorwiegend aus Holz und Lehm gebaut. Sie sind so schmal gebaut worden, sodass möglichst viele von ihnen an die durch den vicus verlaufenden Straßen passten. Die darin lebenden Menschen konnten ihre Waren und Dienste somit direkt an der Straße vorbeikommender Kundschaft anbieten. In den Streifenhäusern lebten Handwerker und Handwerkerinnen sowie Händler und Händlerinnen mit ihren Familien.
Das Lahrer Streifenhaus wurde zusammen mit dem archäobotanischen Garten für die Landesgartenschau 2018 errichtet.
Es basiert auf Funden und Befunden, die im Rahmen von archäologischen Ausgrabungen von 1991-2002 im Stadtteil Dinglingen gemacht wurden. Ein Team aus provinzialrömischen Archäologinnen und Archäologen von der Universität Freiburg hat die Ausgrabungen wissenschaftlich ausgewertet und bei der Konzeption des Nachbaus des Streifenhauses mitgewirkt.
Das Streifenhaus kann ganzjährig von außen besichtigt werden.
Eine Innenbesichtigung ist im Rahmen von Führungen, Mitmachaktionen oder der beiden Feste der Römeranlage - das „Gallo-römisches Fest“ und das „Fest des römischen Handwerks“ - möglich. Die Termine werden im Veranstaltungskalender des Stadtmuseums veröffentlicht.
Mitte August 2020 beschädigte ein Unwetter die Südwand des Streifenhauses. Starkregen und Graupel sorgten dafür, dass Teile der Lehmwand herausbrachen und die Flechtwand frei lag. Das BGL sicherte die Wände umgehend mit luftdurchlässigen Auffangnetzen. So konnte die Wand wieder trocknen und war trotzdem geschützt.
Nun beraten das Museumsteam und Experten des Gebäudemanagements und der Archäologie über Reparaturmaßnahmen, um die Hausfassade wieder möglichst authentisch-römisch aussehen zu lassen. Das wird vermutlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.