Stadtmuseum Tonofenfabrik Lahr, Innenansicht, Ausstellung

Stadtmuseum Tonofenfabrik Sonderausstellungen

27. Januar Holocaust-Gedenktag (Foyerausstellung)

Eine Vitrine steht links vor einem großen Banner. Das Banner trägt den Titel "27. Januar Holocaust-Gedenktag"
Am Holocaust-Gedenktag 2023 erinnert das Stadtmuseum an die jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner von Lahr.
Quelle: Stadtmuseum Lahr

Zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar erinnert das Stadtmuseum Lahr an die Geschichte der Lahrer jüdischen Gemeinde. Von Mittwoch, 25. Januar, bis Sonntag, 19. Februar 2023, werden in einer Vitrine ausgewählte Biografien vorgestellt. Es geht um Menschen, die sich als Lahrerinnen und Lahrer (und ganz selbstverständlich als Deutsche) fühlten, in vielfältiger Weise engagiert waren und sich aktiv in das gesellschaftliche Leben in Lahr einbrachten. Bilder und Objekte geben einen Einblick in das jüdische Leben in Lahr vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1940. Ein Bannertext widmet sich dem Gedenktag selbst. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten von Mittwoch bis Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr im Foyer des Stadtmuseums zu sehen. Der Zugang zum Foyer ist kostenfrei.

 

Ab Mittwoch, 01. März 2023, widmet sich die Foyerausstellung dem 5-jährigen Bestehen des Stadtmuseums Lahr.

Der freie Lauf. Bilder und Skulpturen von Cristofero Tengattini

Ein buntes Bild auf Leinwand. Die Farben sind knallig und stark. Es ist kein Motiv zu erkennen.
La Vie est fantastique - so lautet der Titel dieses Kunstwerkes von Cristofero Tengattini
Quelle: Stadtmuseum Lahr/ Ronald Buck

In einer kleinen Schau zeigt der Kunstmaler Cristofero Tengattini aus Lahr eine Auswahl seiner farbenreichen Werke.

Die Vernissage findet am Sonntag, 05. Februar 2023, um 11:30 Uhr, statt.

Der Künstler selbst führt am Sonntag, 19. Februar, um 14:30 Uhr durch seine Ausstellung.

Der Künstler
Christofero Tengattini wurde am 20. Januar1962 in Vöhrenbach geboren. Nach der Mittleren Reifen 1977 schloss sich eine handwerkliche Lehre an.
Erste Kunsterfahrung sammelte er in der Werkstatt und im Atelier von Theodor Zeller (1900-1986).
Als künstlerischer Autodidakt arbeitete er mit Holzkohle und Bleistiftzeichnungen, später beschäftigte er sich mit Realismus, Comic und Abstraktion.
Ausstellungen in Freiburg, Lahr und Marburg.

Lahrer Raumwunder des Monats 2022/23

Das Raumwunder, eine Holzbox mit einer großen Öffnung vorne, ist schwarz. In dem freien Raum der Box hängen verschieden farbige und große Kieselsteine an Perlonfände von der Decke der Box. Die Kieselsteine sind in einer Spirale angeordnet.
Emanuel Ogrodniczek hat sein Raumwunder als Bühne des Lebens gestaltet.
Quelle: Stadtmuseum Lahr

Emanuel Ogrodniczek

Raumwunder

2022

 

Mein Raumwunder steht für unsere Umwelt, in gewisser Form ist es Bühne des Lebens.

In einer ersten Auseinandersetzung mit der materiellen Vorgabe wollte ich das Raumwunder aus massiv gewachsenem Holz nachbauen, da mir klar war, dass die ver-wendeten Materialien sich bei der Bean-spruchung, die ich anstrebte, nicht so verhalten würden wie ich mir das vorstellte bzw. ich mir das wünschte. Angedacht war, das Raumwunder in Brand zu setzen und das Gebilde kontrolliert herunterbrennen zu lassen, bis es den von mir gewünschten ästhetischen Zustand erreicht hätte. Geleimte Hölzer hingegen – in dem Fall geleimte Holzplatten – wahrscheinlich schwer entflammbar ausgerüstet, verhalten sich beim Abbrennen deutlich anders als massiv gewachsene Holzstücke. Jedoch erklärte ich mich dann nach einiger Zeit mit der Vorgabe einverstanden, da ein Nachbau mit ausgewähltem Material kein gangbarer Weg darstellte, weder was den materiellen noch den zeitlichen Aufwand angeht; obwohl der ästhetisch haptische Ausdruck von echtem abgebrannten, massivem Holz nicht zu überbieten wäre.

Das abgebrannte Raumwunder ist für mich ein Sinnbild für die von Menschenhand ausge-beutete und geschändete Umwelt, konsequent den wirtschaftlichen, materiellen, finanziellen Wachstums- und Wohlstandsinteressen untergeordneten Lebensraum.

Die Kieselsteine in unterschiedlicher Größe und Farbigkeit, angeordnet in der Form einer Spirale, stehen für folgende Gedanken:

Der Kiesel:
Aus meiner Sicht: Gleichzeitig Gewissen und Enzyklopädie der Menschheit. Vor rund einer Milliarde Jahre bildet sich Erdkruste, Meer, Land, Atmosphäre. Dann sollte es noch ungefähr 400 – 500 Millionen Jahre dauern bis sich durch vielfältige Ablagerungen in gewisser Weise die Substanz, das Material aus dem Kiesel bestehen, entwickelte. In den nächsten 400 Millionen Jahren werden durch tektonische Verschiebungen, Verwerfungen, Perioden von Kälte und Hitze, Abbrüche und Abtragungen, Kiesel gebildet. Träger von immenser Information, für mich als Variable oder Metapher der gesamten Natur zu sehen, die wir bisher nicht in der Lage waren zu verstehen; denn alle menschlichen Handlungen, die die Natur gefährden, richten sich gegen alle Lebewesen.

Oft auch gegen besseres Wissen, denn bis in die heutige Zeit steht uns Großes aus Wissenschaft und nicht zuletzt von nativen Völkern zur Verfügung, welches in eine vollkommen entgegengesetzte Richtung zeigt und was im einfachsten Wortsinne so gesund wäre für Umwelt, Natur, Tier und damit auch für den Menschen.

Spirale:
Habe ich gewählt, weil ich eine starke, positive Form aus der Natur verwenden wollte. Die Spirale ist für mich flexibel und offen, geht weiter und trägt damit die Hoffnung bzw. die Möglichkeit des Wandels in sich selbst – so wie in meinem Objekt Raumwunder dargestellt.

 

Der Künstler

Emanuel Ogrodniczek

Freischaffender Künstler in Lahr
Vorsitzender des Künstlerkreises Ortenau
Übungsleiter für Meditation und Qigong
Betreibt neben seiner künstlerischen Arbeit die "Galerie eo" Kirchstraße 18 in Lahr, in der auch eine exklusive Rahmenfertigung für individuelle, unikate Rahmen und sein Atelier untergebracht sind.

 

Kontakt:
atelier@em-kunst.de
www.galerie-eo-lahr.de
Tel. 0176 2180 1722

#neuland. Ich wir und die Digitalisierung

Es ist die Wortmarke #neuland zu sehen
Bei #neuland geht es den Mensch und die Digitalisierung.
Quelle: Nemetschek-Stiftung

Ein Leben ohne Smartphone und Internet? Für die meisten unvorstellbar. Was die Digitalisierung mit uns als Individuen und als Gesellschaft macht, untersucht die gemeinsame Ausstellung der Nemetschek Stiftung und der Museumsstiftung Post und Telekommunikation.

Digitalisierung – ein Wort, das für bedeutenden Wandel steht. Es gibt keinen Lebensbereich mehr, der nicht von Digitalisierung durchdrungen ist. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch verstärkt, digitale Kommunikation und Tools boomen. Die Ausstellung „#neuland: Ich, wir und die Digitalisierung“ untersucht die Auswirkungen dieser Entwicklung und hinterfragt sie. Welche neuen Wege der Kommunikation sind entstanden und wie beeinflussen sie unser Miteinander? Wie wirkt sich Neues im Virtuellen auch auf unser analoges Leben aus?

Mit der Schau möchte die Nemetschek Stiftung anregen, sich selbst zu fragen: Wie soll unser Leben in der digitalen Gesellschaft aussehen? Denn die Digitalisierung eröffnet eine schier unendliche Freiheit. Eine Freiheit, die es lohnt zu hinterfragen und zu diskutieren, denn in einer Demokratie sind wir als Gesellschaft gefragt, diese digitale Zukunft zu gestalten.

Die Ausstellung wurde von der Nemetschek Stiftung in Kooperation mit der Museumsstiftung Post und Telekommunikation konzipiert und umgesetzt. Eröffnet wurde sie im Mai 2020 im Museum für Kommunikation Frankfurt, wo die Schau bis Oktober 2020 zu sehen war. Nach einer weiteren Stationen im Museum für Kommunikation (MfK) Nürnberg (Oktober 2020 bis April 2021) und im MfK Berlin (Januar bis Juni 2022) kann sie Mitte Juli im Historischen Museum Gifhorn besucht werden (15. Juli 2022 bis 11. Dezember 2022).

 

Das Begelitprogramm zur Ausstellung ist gerade noch in Arbeit und wird in Kürze hier verfügbar sein.

Lahrer Architektur (Arbeitstitel)

Entlang der Kaiser- und Friedrichstraße begibt sich diese Ausstellung auf die Spuren vergangener und aktueller Architektur in Lahr.