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Vor 30 Jahren endete mit dem Einholen der kanadischen Flagge und einer symbolischen Schlüsselübergabe die fast hundertjährige Garnisonsgeschichte Lahrs. Ein Viertel-Jahrhundert hatten zuletzt kanadische NATO-Streitkräfte in der Stadt gelebt und gearbeitet und so ein wichtiges Kapitel Stadtgeschichte mitgeschrieben.
Für die kanadischen Soldaten und Soldatinnen und ihre Angehörigen wurde über die Jahre eine eigene kulturelle und wirtschaftliche Infrastruktur mit Schulen, Sport- und Kultureinrichtungen, Geschäften und Wohnvierteln errichtet. Hierzu gehörten auch eigene Supermärkte, Eishallen, ein Kino, eine Wochenzeitung und eine Rundfunkstation oder ein Krankenhaus. Manche dieser Einrichtungen standen – zumindest zu bestimmten Zeiten – auch der deutschen Bevölkerung offen. So wurden etwa Kinos und die Eishalle zu Begegnungsorten zwischen Kanadiern und der übrigen Einwohnerschaft. Beim Abzug der kanadischen Streitkräfte und ihrer Familienangehörigen lebten schließlich rund 10.000 kanadische Staatsangehörige in Lahr und Umgebung.
Bis heute sind über 120 kanadische Staatsbürgerinnen und -bürgerin Lahr geblieben. In Vereinen und Veteranengruppen leben sie kanadische Kultur, halten die Verbindung zur Heimat und denken gerne an die besondere Zeit der Stationierung in Lahr. Regelmäßig kommen auch kanadische Soldaten und Ehemalige, die einmal hier stationiert waren, auf Besuch, um zu sehen, wie Lahr heute aussieht und was aus der „alten Zeit“ noch vorhanden ist. Die Erinnerung an die Kanadier ist in Lahr weiterhin lebendig, auch wenn die Gebäude aus jener Zeit nach und nach aus dem Stadtbild verschwinden.
Mit den acht Stationen des Kanadawegs wird dem Erinnern zusätzlich ein neuer Raum gegeben werden. Die Informationstafeln verweisen mit Texten und Bildern auf die kanadische Geschichte und die frühere Bedeutung der Gebäude und Orte. Mit dem, auch direkt von den Schildern über QR-Code erreichbaren, ergänzenden Internetauftritt entsteht eine zusätzliche nachhaltige, stetig wachsende Plattform mit Anekdoten und weiteren Bildern und Texten, um die Erinnerungen an dieses besondere Kapitel der Stadtgeschichte zu sammeln und erfahrbar zu machen.
Der Kanadaweg ist ein Projekt des Stadtmuseums Lahr. Er entstand in enger Zusammenarbeit mit kanadischen Veteranen der Lahrer Brigade und diversen Vereinigungen, die an die kanadische Geschichte in Lahr erinnern. Träger sind die Stadt Lahr, die IGZ Raum Lahr GmbH und die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau. Wir danken den Kolleginnen und Kollegen ausfolgenden Abteilungen für die gute Zusammenarbeit: Gebäudemanagement, Geoinformation, Grün und Umwelt, Feuerwehr, Justiziariat, Haupt- und Personalamt, Ordnungsamt, Pressestelle, Stadtarchiv, Stadtkämmerei und Stadtplanung.
Mit freundlicher Unterstützung von:
Royal Canadian Legion, Royal 22e Régiment, United Veterans, Veterans Canada NATO OTAN.
Die angefügten Anekdoten sind Zeitzeugenberichte von Kanadiern und ihren Angehrörigen und Menschen, die mit ihnen während der Stationierung in Berührung kamen. Das Oral History-Projekts des Stadtmuseums Lahr sammelt erlebte Geschichte. Oral History zeichnet sich dadurch aus, dass Zeitzeugen ihre ganz persönliche Lebenswelt und Sichtweisen erzählen und so die Ergebnisse der Geschichtsforschung mit eigenen Erlebnissen ergänzen. Die Interviews wurden 2024 bis 2026 geführt.
Fühlen Sie sich eingeladen, selbst Geschichten beizutragen unter museum@lahr.de !